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Kaltakquise selbst machen oder auslagern?

Die Frage entscheidet sich nicht am Preis, sondern an zwei anderen Dingen: ob in Ihrem Haus jemand die Zeit für regelmäßige Anrufe wirklich frei hat, und ob Ihr Angebot am Telefon erklärt werden muss. Ist beides gegeben, lohnt der eigene Aufbau. Fehlt eines davon, ist Auslagern der schnellere Weg, und fehlen beide, ist Kaltakquise nicht Ihr Kanal.

Die drei Wege, und was sie wirklich kosten

Selbst telefonieren kostet kein Geld, sondern Kalender. Für einen verlässlichen Kanal brauchen Sie feste Zeiten in der Woche, Recherche davor und Dokumentation danach. Das ist der Grund, warum Akquise in kleinen Unternehmen fast immer als Erstes liegen bleibt: Sie hat keine Frist, und alles andere hat eine.

Jemanden einstellen kostet als Arbeitgeber-Vollkosten rund 7.100 Euro im Monat, wenn Sie jemanden nehmen, der Kaltakquise wirklich kann. Darin stecken das Bruttogehalt zum Kaltakquise-Median, 24,5 Prozent Lohnnebenkosten, 400 Euro für IT und 400 Euro für den Büroarbeitsplatz. Nicht darin steckt, was keine Tabelle ausweist: Einarbeitung, Führung und das Risiko, dass die Stelle nach vier Monaten wieder frei ist. Quellen: jobvector, lohnklar, Arbeitsplatzkosten.

Auslagern kostet weniger als eine Stelle und verschiebt das Risiko. Sie tragen keine Anstellung, keine Einarbeitung und keine Anlaufzeit. Dafür geben Sie ein Stück Kontrolle ab, und genau daran entscheidet sich, ob es funktioniert.

Woran das Auslagern scheitert

In fast jedem Erstgespräch kommt derselbe Satz: Es lief schon einmal eine Kampagne, und am Tisch saß jemand, der nicht entscheidet. Der Grund dafür ist selten Nachlässigkeit, sondern strukturell.

Wer Ihr Angebot in drei Tagen anlernt, kann am Telefon nicht unterscheiden, wer bei Ihnen kaufen kann und wer nur höflich zuhört. Also qualifiziert er nicht, sondern liefert, was sich zählen lässt. Bei einem Angebot, das keine Erklärung braucht, geht das gut. Bei einem, das Erklärung braucht, nicht.

Die zweite Bruchstelle ist der Maßstab. Wenn vor dem ersten Anruf nicht schriftlich feststeht, was als Termin zählt, verschiebt sich die Definition im Laufe der Kampagne, meistens nach unten. Am Ende zählt jedes freundliche Gespräch als Erfolg, und niemand kann sagen, woran es lag.

Wann Auslagern nicht die Antwort ist

Wenn Ihr typischer Auftragswert unter ein paar tausend Euro liegt, rechnet sich der Aufwand pro Anruf nicht, egal wer telefoniert. Dann sind Inbound-Kanäle oder Partnerschaften der bessere Weg.

Wenn Ihre Positionierung noch nicht steht, verschiebt Auslagern nur das Problem. Ein Gesprächsleitfaden lässt sich nicht aus einem Angebot bauen, das sich noch verändert. Erst klären, wofür Sie stehen, dann telefonieren.

Wenn im Kalender keine Zeit für die Termine frei gehalten werden kann, entstehen Termine, die verschoben oder abgesagt werden. Das ist teurer als keine Kampagne, weil es zusätzlich den Ruf beim Zielkunden kostet.

Und wenn Sie langfristig eigene Vertriebskompetenz aufbauen wollen, mit dem Budget für mehrere Stellen und einem Zeithorizont von Jahren, dann bauen Sie sie auf. Auslagern ersetzt das nicht, es überbrückt.

Die Arbeitsteilung, die trägt

In der Praxis ist es selten ein Entweder-oder. Die Aufteilung, die funktioniert, verläuft entlang der Frage, wo Ihr Wissen unersetzlich ist.

Recherche, Erstansprache und Qualifizierung lassen sich abgeben, weil sie einem Verfahren folgen. Beratung, Angebot, Abschluss und Bestandskunden nicht, weil dort Ihr Fachwissen und Ihre Beziehung den Ausschlag geben. Wer diese Grenze zieht, gibt den Teil ab, der Zeit frisst, und behält den, der Umsatz macht.

Was dabei nicht abgegeben werden darf, ist der Maßstab. Was als Termin zählt, legen Sie fest, und zwar bevor der erste Anruf läuft.

Wenn Sie den ersten Teil abgeben wollen, übernehmen wir ihn. TerminFabrik führt die Outbound-Akquise für Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Angeboten, und der Inhaber telefoniert selbst.